Fachbereich 3

Antizyklisches Studieren kann sich lohnen...

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Sie möchten gerne später mit Kindern arbeiten und  (nicht nur) deshalb Grundschullehrerin/ Grundschullehrer werden. Aus diesem Grund  und um in der harten Konkurrenz um die knappen Stellen gute Aussichten zu haben, möchten Sie zügig studieren und eine gute Ausbildung erfahren.

Die Primarstufen-Studiengänge an der Universität-Gesamthochschule-Siegen bieten Ihnen ein gut organisiertes Studium. Sie lernen bei uns in der Regel in Gruppen in überschaubarer Größe, unsere Hochschule ist kein anonymer  Massenbetrieb (Verhältnis: Studierende - ProfessorInnen 1:26). Sie wählen Ihre Veranstaltungen, die Themen Ihrer Referate und Ihre Prüfer/Prüferinnen für Zwischenprüfung und Staatsexamen selber. An Studienberatung wird von den Dozentinnen/Dozenten mehr angeboten, als von den Studierenden gegenwärtig abgefordert wird. Auf Klausuren und Seminararbeiten erhalten Sie ausführliche Rückmeldungen, die Ihnen Ihre Stärken und Schwächen aufzeigen.   

Die Inhalte der Ausbildung sind an Ihrem künftigen Berufsfeld "Schule" orientiert. Darüber hinaus soll aus Ihnen eine/ein Spezialistin/Spezialist für die (kulturelle) Sozialisation des Kindes werden. Diese Qualifikationen könnten Sie  befähigen, notfalls eine Stelle außerhalb der Schule zu finden.

Das Fach
Deutsch, das Pflichtfach ist und das Sie entweder als Schwerpunktfach oder als weiteres (kleines) Fach studieren, versucht diesen Anspruch einzulösen, indem es z.B., was an Massen-Universitäten  wegen der großen Zahlen nicht mehr möglich ist, für alle Studierenden Fachpraktika anbietet und sich an der Durchführung der fünfwöchigen  Blockpraktika beteiligt. Alle Formen der Praktika finden in Schulen und in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Lehrerinnen/Lehrer statt.

Das Fach Deutsch löst  diesen Anspruch weiter ein, indem es den Studierenden den Besuch folgender Grundlagenkurse, die verbindlich regelmäßig angeboten werden,  zur Pflicht macht :

Heute bin ich Grundschullehrerin. Rückblickend kann ich sagen, dass für meinen „Traumberuf" das Studium an der Uni-GH-Siegen ein Glücksgriff war- ein ausgewogenes Lehrangebot, kleine Lerngruppen, engagierte Dozentinnen und Dozenten und ein hoher Grad an Praxisorientierung haben mir ein ergiebiges und effizientes Studium ermöglicht und mich gut auf das Referendariat vorbereitet.

Katrin ter Jung

  •  Erstlesen/Erstschreiben (stets in Verbindung mit einer Grundschullehrerin);
  •  Kinder- und Jugendliteratur;
  •  Medienerziehung;
  •  Kommunikation/Interkulturelle Kommunikation.
  •  

    •  Schreiben/Rechtschreiben;
    •  Textverstehen/Lesepädagogik;

  •  Wie sieht eine empfehlenswerte Fibel, wie ein gutes Lesebuch aus?
  •  Wie lernen Kinder rechtschreiben?
  •  Welche Prinzipien bestimmen die deutsche Rechtschreibung?
  •  Mit welchen Schwierigkeiten haben Kinder in unseren Grundschulen zu kämpfen, die eine andere Sprache als Deutsch als erste Sprache gelernt haben?
  •  Was kann ich zur Förderung lese- und rechtschreibschwacher Kinder unternehmen?
  •  Welche neuen Kinderbücher gibt es? Welche sind empfehlenwert?
  •  Wie spiele ich mit Kindern (Puppen)Theater?
  •  Wie sind die Serien des Kinderfernsehens zu beurteilen?
  • In diesen Veranstaltungen  und in entsprechenden thematisch verwandten Folgeseminaren geht es bei uns z.B. um Fragen wie:

    •  Benutze ich im Erstlesen eine Fibel?

  •  Deutsch als Fremdsprache;
  •  Englisch in der Grundschule;
  •  Mehrsprachigkeit im Anfangsunterricht (in Zusammenarbeit mit den Erziehungswissenschaften);
  •  Medienerziehung.
  • Das Fach Deutsch arbeitet eng mit der Grundschulwerkstatt zusammen. Es entwickelt zur Zeit weitere Studienschwerpunkte, nämlich

    •  Deutsch als Zielsprache (für ausländische Kinder, die in Deutschland aufwachsen)

    Eine dieser zusätzlichen Qualifikationen, über die Sie von uns ein Zeugnis erhalten, kann Ihnen später bei der Bewerbung um eine „schulscharf" ausgeschriebenen Stellen nützlich sein.


    Studierende, die den Studienort und damit die Hochschule wechseln, wird das an der bisherigen Universität im Studiengang „Deutsch/Primarstufe" abgeschlossene Grundstudium anerkannt. Darüber hinaus akzeptieren wir in der Regel alle besuchten Veranstaltungen und erlangten Scheine (auch des Hauptstudiums) dieses Studienganges. Über sinnvollerweise zu ergänzende Veranstaltungen, insbesondere zu Lesen- und Schreibenlernen, wird beim Anerkennungsgespräch beraten.

    ALLES NUR LEERE VERSPRECHUNGEN ?!?

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    Mein Name ist Anne Reuter. An der Universität Siegen studiere ich  Lehramt
    Primarstufe mit den Fächern Mathematik, evangelische Theologie, Englisch und
    Deutsch als Schwerpunktfach. Gerade ist mein erstes Semester zu Ende gegangen.
    Zunächst ein Rückblick:
    Vor etwa einem Jahr wusste ich, das Grundschullehrerin mein "Traumberuf"
    ist, allerdings stand ich vor der üblichen und doch nicht unbedeutenden Frage:
    Welche Universität ist die wohl geeignetste?
    Nach langem Hin und Her, gründlichen Überlegungen und etlichen Vergleichen
    kristallisierte sich die Universität Siegen als die beste heraus.
    Sie erfüllte folgende, für mich sehr wichtige, Kriterien:
               - Praxisbezogenes Arbeiten in Seminaren sowie durch Einrichtungen
                  wie z.B. die Grundschulwerkstatt oder die OASE.
               - Es dozieren und arbeiten für den Primarstufenbereich bedeutende
                 Professoren und Professorinnen an der  Universität.
              - Die Universität Siegen ist im Vergleich zu anderen relativ klein
                 und übersichtlich, wodurch eine persönliche Atmosphäre gewährleistet werden kann.
             - Für das Lehramt Primarstufe hat die Universität einen guten Ruf.
    Heute, ein Jahr später, kann ich sagen, dass sich diese Erwartungen mehr als
    bestätigt haben.
    Vom ersten Tag an fühlte man sich als "Erstsemester der Primarstufe" an der
    Universität  Siegen willkommen  - nicht nur bei den StudentenInnen höheren
    Semesters, sondern auch bei den ProfessorenInnen.
    "Ihr könnt mit all Euren Fragen zu uns kommen." Ein Satz, der den Umgang
    miteinander treffender nicht bezeichnen könnte.
    Neben beeindruckenden Vorlesungen in Didaktik und Religion gab es gerade im
    Fachbereich Deutsch Vorlesungen und Seminare, die durch inhaltlich
    interessante, aktuelle und praxisbezogene Themen sowie  durch die Art der Durchführung
    Eindruck hinterließen und Einblick in die Problematik des heutigen
    Schulalltags gewährleisteten.
    Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich die kommenden Semester mit
    Spannung und Freude erwarte.
     

     

    Sabrina (1. Semester) und Dennis (1. Semester)

    Auch wir beide werden Euch in Kürze von unseren Erfahrungen hier in Siegen berichten! 

     

    Wir sind eine Gruppe von fünf Frauen, die sich unabhängig voneinander nach jahrelangen Erfahrungen im Beruf und mit Familie zum Studium "Lehramt Primarstufe" entschlossen haben.

    Mit Begeisterung sind wir dabei und wissen die über die Grenzen von Siegen hinaus bekannte gute Ausbildung zu schätzen. Zum Teil nehmen wir lange Anfahrtswege in Kauf, um optimal und praxisorientiert studieren zu können. Besonders die Orientierung an Kindern, das persönliche Engagement und die gute Betreuung durch Dozenten und Mitstudierende (z.B. FSR) sorgen für eine entspannte Atmosphäre, die uns beeindruckt.

    Mit Sorge und Entsetzen müssen wir deshalb zur Kenntnis nehmen, dass dieser hochwertige Studiengang einem Modellversuch weichen soll, der den Grundschülern nicht mehr gerecht wird, sondern sich ausschließlich an schulpolitischen Bedürfnissen orientiert.

     

     

    Ich studiere jetzt im 6. Semester Deutsch als weiteres Unterrichtsfach für das Lehramt Primarstufe, war davon die ersten beiden Semester an der Universität Dortmund und bin froh, nach Siegen gewechselt zu haben.
    Mittlerweile wurde zwar in Dortmund die Studienordnung für Germanistik geändert, aber bedauerlicherweise genau in die verkehrte Richtung: So fallen jetzt 8 Semesterwochenstunden des Grundstudiums auf die verpflichtenden Einführungsveranstaltungen in Sprach- und Literaturwissenschaft, in denen man mit Sekundarstufe I/II-Studierenden zusammensitzt und sich ausgiebig mit Dependenzgrammatik und anderen rein fachwissenschaftlichen Texten beschäftigt, aber nichts schulstufenspezifisches hört.

    In Siegen hingegen sind Grundlagenkurse speziell für Primarstufenstudierende verpflichtend, in denen der Schriftspracherwerb der Kinder (WIE lernen Kinder lesen und schreiben) und andere interessante und vor allem wichtige Themen behandelt werden.
    Das sind Informationen, die man später als Lehrerin/Lehrer braucht!

    In Köln konnte man sich glücklich schätzen, wenn man nach stundenlangem Warten und Gerangel vor Eintragungslisten einen Platz im Seminar (zumeist Pflichtveranstaltungen) ergattern konnte. Im Seminarraum kämpfte man schließlich weiter: Um einen Sitzplatz. StudentInnen, die nicht auf der Liste des Dozenten standen, wurden nach Hause geschickt.
    Die Dozenten und Professoren waren sichtbar überfordert, man sah sie meistens nur aus der Ferne über die Gänge schweben, Zeit für Gespräche oder Fragen hatten sie nicht.
    Als ich nach Siegen wechselte, empfing mich eine freundliche Atmosphäre: Die Seminare waren nicht überfüllt und ich konnte mich leichter auf Inhalte denn auf den Kampf um einen Sitzplatz konzentrieren.
    Für meine Fragen, gerade als Studienortwechslerin, habe ich immer ein offenes Ohr bei den jeweiligen DozentInnen und ProfessorInnen gefunden.
    Ich bin froh, nach Siegen gekommen zu sein.

    Claudia Hornig, LA Primar: Deutsch, Mathe und Sport (Studienwechslerin aus Köln)

     
    Ich heiße Johanna Kadela und habe an der Uni-GH Siegen mein Primarstufenstudium absolviert. 

    Die freundliche Atmosphäre und die Hilfsbereitschaft der Lehrkräfte haben mir vor allem am Anfang Mut gemacht.

    Wer nicht den Rummel der Großstadt braucht, sondern sich auch in der Provinz wohlfühlt, ist an der Uni-GH Siegen bestens aufgehoben!

     

    Aus : Siegener Zeitung, Nr. 77 vom 1.4.1999
    Studie: In Westdeutschland fehlen Zehntausende Lehrer

    AP Berlin. An westdeutschen Schulen fehlen nach Expertenschätzungen Zehntausende von Lehrern. Angesichts noch steigender Schülerzahlen und der ungünstigen Altersverteilung müssten in den nächsten Jahren massiv Lehrer eingestellt werden, wenn die Bildung an allgemein- und berufsbildenden Schulen gesichert werden solle, erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsordnung (DIW) in Berlin in einer gestern veröffentlichten Studie. In den neuen Bundesländern dagegen sinke der Bedarf an Lehrkräften, jedoch könne der ostdeutsche Überhang kaum zu einem Ausgleich des Fehlbestandes im Westen genutzt werden. Vor allem in den alten Bundesländern werde der Bedarf bis 2005 steigen und erst in den Jahren 2010 bis 2015 zurückgehen. In Westdeutschland werde deshalb eine verstärkte Einstellung von Lehrkräften unumgänglich sein, mahnte das Institut. In ganz Deutschland sind nach DIW-Berechnungen derzeit rund 720000 Vollzeitstellen für Lehrer besetzt.

    Aus : Der Spiegel, Nr. 15 vom 12.4.99 Seite 102


    "Ein himmelweiter Unterschied"
    [...]
    Spiegel: Zurück zu den Ergebnissen der Spiegel-Umfrage: Welchem Typus Studenten würden Sie von einem Besuch einer Ost-Uni abraten, und welchem würden Sie diesen Schritt empfehlen?
    Simon: Wem schon eine Anregung in einer Vorlesung ausreicht, um damit mit Hilfe des Internet oder der Bibliothek weitere Fragen aufzuarbeiten und die dann mit dem Professor zu diskutieren, der braucht keine Ost-Universität. Aber wer sich - und das sind natürlich die meisten - unsicher fühlt, wer nicht nur Beratung am Anfang, sondern auch Betreuung während des Studiums braucht, der muss natürlich eine kleine Universität bevorzugen, weil dort immer noch die Chance besteht, dass der Student des Professors nicht erst im fünften Semester ansichtig wird [...].

    Letzte Änderung : 19. Januar 2001
    Universität Gesamthochschule Siegen / Adolf-Reichwein-Straße 57068 Siegen/Germany

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